Studentisches Projekt für soziale Einrichtungen - Stups e.V.

 

1993 haben sich verschiedene Studenten zusammengetan mit der Idee, die soziale Infrastruktur des Universitätsbereichs Vaihingen zu verbessern. 1994 wurde dann aus dieser Initiative heraus der Verein „Studentischen Projekts für soziale Einrichtungen e.V.“, kurz „STUPS e.V.“ gegründet.
 
Verschiedene studentischer Initiativen waren Teil des Vereins, der wohl größte Plan war die Errichtung eines sog. Studihauses, das eine Kinderbetreuungseinrichtung, eine Beratungs-stelle, soziale Dienststellen der FaVeVe, Gemeinschaftsräume für die in den Wohnheimen wohnenden Studenten, einen Veranstaltungsraum für kulturelle Events und sogar einen Lebensmittelladen vereinen sollte. Kurzum: ein Begegnungszentrum, um das Studenten-leben auf dem Vaihinger Beton-Campus außerhalb der Lehre aufzuwerten.
 
Der Plan des Studihauses (Motto „alles unter einem Dach“) konnte letztendlich in der Form nicht verwirklicht werden, jedoch wurden viele der Ideen trotzdem realisiert:
Das Studentenwerk selbst war damals an der Unterhaltung einer Kinderbetreuungseinrichtung nicht interessiert, deshalb beschloss der Verwaltungsrat, dass STUPS e.V. seine Idee umsetzen soll. Der Studentenbeitrag wurde eigens um 5 DM erhöht, damit der Verein finanzielle Mittel hatte, um eine Krabbelgruppe zu eröffnen. Die restliche Finanzierung sollte – und das ist heute noch so - aus Elternbeiträgen stammen. Dieser konkreten Planung war es zu verdanken, dass die Elterninitiative einer im K1 provisorisch eingerichteten Krabbelstube zum Projekt stieß.
 
Und so konnte am 1.Oktober 1994 die Eröffnung der beiden Krabbelgruppen stattfinden: in den früheren Räumlichkeiten des Studentenwerks unterhalb der Mensa in Vaihingen wurde die Krabbelgruppe Unitflitzer eröffnet, in der Sattlerstraße 8 (Stadtmitte), in der früher das Unibauamt untergebracht war, die Stupsnasen. Nach wie vor werden dort Kinder, von denen mind. ein Elternteil an der Uni eingeschrieben sein muss, im Alter von 6 Monaten bis 3 Jahren von ausgebildeten Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen betreut.
 
Diese örtliche Trennung brachte auch eine Trennung des ursprünglichen Projekts in Teilprojekte mit sich. Das studentische Projekt für soziale Einrichtungen war quasi fortan das „Dach“ unter dem sich verschiedenste studentische Projekte organisierten.
 
Kurz darauf gab es die sog. Sozialinfo, das war eine Broschüre für Studenten mit Informationen rund ums Studium (Bafög usw.).
 
1995 stieß das ehemalige Unithekle-Team zu STUPS und begann Gespräche mit der Universitätsverwaltung zur Wiedereröffnung des Unithekles (Studentenkneipe auf dem Vaihinger Campus) – damals noch das alte Gebäude im Pfaffenwaldring 56, das zu Bauzeiten des Unicampus als Baubaracke der Architekten diente. 1996 konnte das Unithekle wieder eröffnet werden.
 
Im April 1997 startete die Nightline, was eine telefonische Beratungsstelle war – ein anonymes Gesprächsangebot von Studierenden für Studierende mit studienbedingten oder persönlichen Problemen.
 
In den Jahren 1998/99 gab es den Keplerkurier, eine Hochschulzeitung der Universität Stuttgart.
 
Hinter dem Bauzug, ein weiteres Projekt von STUPS, verbirgt sich ein Zusammenschluss von Studenten, Künstlern, Architekten und weiteren kreativen Menschen. Das Projekt entstand ca. 1998, als am Nordbahnhof ausrangierte Bahnwaggongs als Arbeitsräume für Architekten und als Arbeitsstätte für studentische Produktionen übernommen wurden. Die Bauzug-Initiatoren suchten einen Träger für ihr Vorhaben und stießen bei STUPS auf offene Ohren.
 
Als bekannt wurde, dass auf dem Grundstück des alten Unithekles das IZ (Internationales Zentrum) gebaut wird und das Unithekle abgerissen wird, war zunächst angedacht, in Räumlichkeiten des IZ den Studententreffpunkt weiterzuführen. Da dort aber die zugestandene Fläche immer kleiner wurde und der Betrieb eher im Sinne einer Cafeteria gewünscht war, ging der Verein mit der Idee eines Neubaus auf Prof. Hübner (Professor für Architektur an der Uni Stuttgart) zu, der mit voller Begeisterung und Tatendrang den Verein unterstützte und die Planung übernahm. Nicht zuletzt dank seiner Kontakte wurde vom Unibauamt ein Grundstück vorgeschlagen, das Studentenwerk e.V. unter dem jederzeit unterstützenden Vorstandsvorsitzenden Prof. Uwe Heisel übernahm die Rolle des Bauherrn und stellte den Löwenanteil der Baukosten bereit. Auch der damalige Uni-Rektor Prof. Fritsch gab Rückendeckung und kümmerte sich um Sponsoren.
 
Nachdem also Architekturstudenten und Unithekle-Mitarbeiter die Bodenplatte gegossen hatten, bauten die Architektur-Erstsemester zu Semesterbeginn September 2002 in 3 Wochen den Rohbau des 300qm-Gebäudes. Den gesamten Innenausbau übernahmen die Unithekle-Mitarbeiter, die Anzahl der ehrenamtlichen Arbeitsleistung wird auf 7800 Stunden beziffert. Im Mai 2003 wurde Wiedereröffnung im neuen Gebäude gefeiert (nachdem das alte Unithekle schon im Dezember 2002 schließen musste wegen IZ-Neubau).
 
Und heute ist das Unithekle vom Vaihinger Campus nicht mehr wegzudenken: Zu studentischen Preisen kann man essen und trinken und sich in gemütlicher Atmosphäre mit Kommilitonen austauschen, viele Stammtische treffen sich regelmäßig, ganze Trauben von Studenten pilgern nach sportlicher Betätigung von der benachbarten Sporthalle des Hochschulsports ins ‚Thekle’.
 

 
 
Am 26.09.2014 wurde das 20-jährige Jubiläum von Stups e.V. im Unithekle gefeiert mit allen Kindern, Eltern und Mitarbeiter der Krabbelgruppen. Bei dieser Gelegenheit wurden auch die beiden Krabbelgruppenleiterinnen Tina Turata-Kunz und Claudia Bennewitz zu jeweils 20-jähriger Zugehörigkeit geehrt und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für das langjährige Engagement für die Kinder und den Verein gedankt. Eine ganz besondere Anerkennung ging auch an Heike Schuh, die gute Seele des Vereins, bei der seit 15 Jahren die Fäden der Vereinsverwaltung zusammenlaufen. Ebenfalls bemerkenswerte 15 Jahre ist die liebenswerte Anke Ziesel Erzieherin bei den Stupsnasen.
 
 
Aktuell haben wir knapp 150 Mitglieder und wir sind sehr Stolz darauf, Arbeitgeber für 9 Vollzeitkräfte und 2 Teilzeitkräfte in den Krabbelgruppen zu sein, außerdem natürlich viele studentische Hilfskräfte im Unithekle.
 

 
Weitere soziale und kulturelle Projekte sind ausdrücklich

jederzeit herzlich willkommen.
Denn wie fast überall steht oder fällt alles mit den Menschen

und mit den Ideen und dem Engagement, das sie mitbringen.